Ratgeber

    Heilpflanze des Monats

    Die Großblumige Königskerze wird zur Behandlung von Erkältungskrankheiten, Husten und Heiserkeit verwendet...

    Die Großblumige Königskerze - Verbascum densiflorum Bertol.

    Großblumige Königskerze

    Die Pflanze
    Die Großblumige Königskerze ist eine zweijährige, bis zu 3 m hoch wachsende Pflanze mit großen, grauweißen Rosettenblättern. Die bis zu 5 cm großen, hellgelben Blüten sitzen in einer langen, ährenartiger Traube.

    Medizinisch verwendet werden die als Wollblumen bezeichneten getrockneten Blüten der Großblumigen Königskerze und der Gemeinen Königskerze (Verbascum phlomoides). Die getrockneten Blüten sind feuchtigkeitsempfindlich, was sich in einer bräunlichen Verfärbung zeigt und die Qualität mindert.

    Die Großblumige Königskerze ist in Mittel-, Ost- und Südeuropa, Kleinasien, Nord- afrika und Äthiopien zuhause. Importiert wird die Droge aus Ägypten, Bulgarien und der ehemaligen Tschechoslowakei.

    Anwendung und Inhaltsstoffe
    Schleimstoffe und Saponine bilden den wirkbestimmenden Anteil der Wollblumen. Ferner sind noch Flavonoide, Iridoide, Phenolcarbonsäuren und Invertzucker enthalten. Zubereitungen aus Wollblumen werden zur Behandlung von Erkältungskrankheiten, Husten und Heiserkeit verwendet. Die Schleimstoffe wirken reizmildern auf den Husten, den Saponinen wird ein auswurffördernder Effekt nachgesagt. Im Laborversuch zeigte ein Extrakt eine Viren abtötende Wirkung.

    Volksmedizinisch werden Auszüge aus Wollblumen als Bäder zur Behandlung von mit Juckreiz einhergehenden Hauterkrankungen eingesetzt. Die Wirksamkeit ist jedoch nicht belegt, so dass die Verwendung nicht empfohlen werden kann.

    Ferner werden Wollblumen als Schmuckdroge zum Schönen von Teemischungen und zur Aromatisierung von Likören eingesetzt.

    Dosierung und Zubereitungen
    Tee:

    2 Teelöffel (etwa 1 g) zerkleinerte, getrocknete Wollblumen werden mit ca. 150 ml siedendem Wasser übergossen und nach 10 bis 15 Minuten abgeseiht. 3 bis 4 mal Täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Für einen besseren reizlindernden Effekt sollten Wollblumen mit kaltem Wasser angesetzt, kurz zum Sieden erhitzt und dann abgeseiht werden (bessere Extraktion der Schleimstoffe).

    Wollblumen sind in einigen Hustentees und in einigen Hustenmitteln enthalten.

    Wichtige Hinweise
    Bei länger als eine Woche anhaltenden oder immer wieder kehrenden Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden!

    Nicht ohne ärztlichen Rat während Schwangerschaft und Stillzeit anwenden! Zur Unbedenklichkeit liegen keine Untersuchungen vor.

    Empfindliche Personen können bei Kontakt mit allergischen Hauterscheinungen reagieren (Kontaktdermatitis).

    Bild: Isolde Altersberger, Henriette Kress

    Quelle: www.heilpflanzen-suchmaschine.de
    © Mit freundlicher Genehmigung von HEXAL AG

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